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title: libellus, quem accusatores paraverant

Dieser libellus, der die Anklagen gegen Symmachus enthielt, wurde laut dem vorliegenden Protokoll (s. unten in quo suscepto) in die Akten aufgenommen, ist jedoch nicht mehr erhalten.
Caspar, Päpste, Band 1, 98 nimmt an, dass die drohende Verlesung der Anklageschrift Symmachus dazu gebracht habe, mit einer Menschenmenge zur Sitzung der Synode aufzubrechen, um dort eine günstige Entscheidung herbeizuführen. Symmachus wurde jedoch auf seinem Weg von einer gegnerischen Menschenmenge aufgehalten und es kam zu Straßenkämpfen, die auch Tote forderten, wie es zumindest im Liber pont. §5 dargestellt wird. Allerdings wird dort der Kontext anders beschrieben, da Symmachus in dieser Quelle selbst die Synode mit 115 Bischöfen einberufen hat, die ihn von allen Vorwürfen freisprach, den Visitator Petrus Altinans und den Gegenpapst Laurentius bannten und Symmachus wieder als rechtmäßigen Papst eingesetzt hat Liber pont. §4 Danach, so heißt es dort, hätten vor allem die Senatoren, allen voran die Exkonsulen Festus und Probus begonnen, gegen die anderen Senatoren und vor allem den Exkonsul Faustus zu kämpfen, so dass es zu Mord und Totschlag gekommen sei. Die Morde seien vor allem an Anhängern des Symmachus begangen worden und so seien auch die beiden Presbyter Dignissimus und Gordian (==noch im PCBE nachschlagen)== erschlagen worden Liber pont. §5. Beide Presbyter fehlen in der Bischofsliste der Novembersynode von 502. Gordian war der Vater des Diakons und späteren Papstes Agapet.