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title: Et dum inter ista quae essent facienda tractantur, praefatus papa ut causam diceret occurrebat atque veniens ab inruentibus turbis aemulorum suorum ita tractatus est, ut multis presbyteris qui cum ipso ierant per caedem ipsa mortis fuisset occasio

Das Protokoll übergeht verständlicherweise, wie sehr Symmachus’ Gang zur Synode von seinen Gegnern als eine eigenmächtige Handlung getadelt wurde: Libellus §60. So gehen aus der Verteidigung des Symmachus durch den Libellus §61 die Vorwürfe, die Symmachus gemacht wurden, deutlich hervor, indem Ennodius behauptet, dass der Grund für das Auftauchen der Menge (Anhänger des Symmachus) nicht gewesen sei, ein Wüten zu veranstalten, sondern allein ihre Liebe zum Glauben und dass die Menge keine Anzeichen der Gewalttätigkeit zeigten, sondern furchtsam aussahen und weinten. Das bedeutet, dass die Gegner des Symmachus sein unerwartetes Aufbrechen zur Synode als gewaltsames Mittel zur Manipulation der Entscheidung der Synode gedeutet haben. Vgl. Komm. palm. 10a

Caspar, Päpste, II, S. 98 hält diese Vorwürfe für plausibel , da er meint, dass Symmachus deswegen mit einer Menge zum Sitzungssaal kam, da er die Folgen der Verlesung des Libellus (der Anklageschrift seiner Gegner) gefürchtet hatte und darauf gesetzt hatte, diese durch sein Erscheinen zu überrumpeln und damit eine Entscheidung in seinem Sinne zu erzwingen. Der Liber Pont. 7 nennt die im Protokoll erwähnten Toten beim Namen, wenn auch die Synode im Liber pont. in einem völlig anderen Kontext und von Symmachus selbst einberufen dargestellt wird (vgl. Komm. palm 2e und Komm. palm. 6a.) Zur Interpretation, dass Symmachus mit dem Zug zur Synode zeigen wollte, dass er das Volk hinter sich hatte, s. auch Kom. Palm. 23