Synode_499_dt

Nach dem Konsulat des Paulinus, vir clarissimus, an den Kalenden des Märzes in der Basilika des heiligen Apostel Petrus in Anwesenheit des ehrwürdigen Mannes Symmachus gemeinsam mit (es folgen 66 Namen, an der Spitze Rusticus, Bonifatius, Misenus, Rufinus und Cresconius) auch in Anwesenheit (es folgen 74 Namen) auch mit den Dabeistehenden (es folgen 7 Namen).

Fulgentius, der Archediakon, hat gesagt:
Eure Glückseligkeit hat, nachdem die schriftlichen Aufträge (auctoritatibus, im Kommentar darauf eingehen) vorher in die Provinzen versandt worden waren, eine von vielen Priestern Italiens besuchte Synode einberufen, deren Anwesenheit hier für Eure Augen sichtbar ist (was mit dem Wort „constituta“?). Jetzt möge Eure Glückseligkeit geruhen, das, was die Schadlosigkeit der Kirche, den Frieden der ganzen Kirche und ihre Einheit betrifft, auf geschmeidige Weise zu ordnen.
Es wurde von allen Bischöfen und Presbytern akklamiert. (Frage für Kommentar:
warum nur Presbyter und Archidiakone nicht?)
Höre Christus! Leben dem Symmachus! Es wurde 10 mal gesagt. Ihm soll der Sitz und die Jahre gehören. Oder: Ihm soll der Sitz viele Jahre gehören? Es wurde 8 mal gesagt dass du das bewirkst, bitten wir dich.
Es wurde 10 mal gesagt. (Kommentar zu Akklamationen allgemein, s. Hinweis auf Literatur in lat. Version)
Symmachus, der Bischof der katholischen Kirche der Stadt Rom, hat gesagt: Unsere Fürsorge hat unter Vernachlässigung der Härte des Winters die Versammlung Eurer Liebe zusammengeschart eigens im Interesse der Schadlosigkeit der Kirche, damit wir die unrechtmäßige Bewerbung um das Bischofsamt und die Ungewissheit der Verwirrung und den Aufruhr des Volkes, – wovon feststeht, dass er durch das Eingreifen des Teufels durch die Anmaßung einiger zur Zeit meiner Weihe entstanden ist – durch eine Verhandlung mit gleichberechtigter Beteiligung für die Zukunft
mächtig und kraftvoll abschneiden können und uns deswegen davor hüten, dass künftig der Umsturz der Disziplin oder die Frechheit der Anmaßenden begehrt, Ähnliches zu versuchen, und damit wir in gleicher Versammlung verhandeln – wobei wir es natürlich durch einen Austausch der Meinungen bekräftigen – was in Bezug auf die Weihe des römischen Bischofs eingehalten werden muss.(Für Kommentar hinweisen auf die Wiederholung der gemeinsamen und gleichberechtigten Beratung.)
Alle Bischöfe und Presbyter haben gesagt:
Wir bitten, dass es geschehe.
Es wurde 10 mal gesagt.
Wir bitten, dass die Ärgernisse beseitigt werden.
Es wurde 9 mal gesagt.
Wir bitten, dass die Amtserschleichung ausgelöscht wird.
Es wurde 12 mal gesagt.
Höre Christus! Leben dem Symmachus!
Es wurde 6 mal gesagt.
Ihm soll der Sitz und die Jahre gehören. Oder: Ihm soll der Sitz viele Jahre gehören?
Es wurde 5 mal gesagt.
damit es auf der Stelle geschehe.
Es wurde 10 mal gesagt.
Symmachus, der Bischof, hat gesagt:
Weil eure Brüderlichkeit die Sorge unserer Fürsorge durch eure Ermahnungen angespornt hat, zeigt sie auch denselben Geist bezüglich der Ruhe bei der Betrachtung unseres Gottes.
Wie wir vorher gesagt haben, sollt ihr mit allen euren Stimmen – nachdem wir eine Erörterung hatten was gefällt (für Kommentar: wieder Verweis auf das gemeinsame Beraten)- das verfügen, was durch die kirchlichen Amtsinhaber auf diesem verehrungswürdigen Konzil verlesen werden soll.
Und nachdem sie sich erhoben hatten und wenig später sich wieder gesetzt hatten, gab der Notar die Dekrete der Synode bekannt.
Wegen der häufigen Fälle von Amtserschleichung, deren peinigende Gier die Armut der Kirche und des Volkes (Kommentar: hier Laien gemeint) und ihren Zusammenstoß hervorgebracht hat – der Leute, die anmaßend das Bischofsamt erstreben – hat die heilige Synode beschlossen, um die so verderbliche Anmaßung für zukünftige Zeiten auszulöschen, dass, wenn irgendein Presbyter oder Diakon oder Kleriker zu Lebzeiten des Papstes, ohne diesen um Rat gefragt zu haben, versucht, entweder eine Unterschrift für das römische Bischofsamt zu gewähren oder durch ein Kontaktformular (Kommentar: pittacium klären) zuzusichern oder einen Treueeid darzureichen oder irgendeine feste Unterstützung zuzusagen oder in dieser Sache in privaten Zusammentreffen über Taten nachzudenken und zu entscheiden, er der Würde seiner Stellung und der kirchlichen Gemeinschaft verlustig wird.
Die ganze Synode erhob sich und akklamierte:
Erhöhre, Christus! Leben dem Symmachus.
Der Friede hier sei mit Symmachus.
10 mal gesagt.
Seinen Bischofssitz und Jahre. oder: Ihm sollen der Bischofssitz und die Jahre gehören
8 mal gesagt.
Mit gleicher Strenge wird der bestraft, der zu Lebzeiten eines Bischofs, wie gesagt wurde, überführt wurde, auf unrechtmäßig Weise das Amt erstrebt zu haben oder es sicher versucht hat, und alle werden mit der Strafe des Anathems belegt, die sich dieses Vergehens gleichermaßen schuldig machen. (Im Kommentar den Unterschied des Inhalts dieser Passage verglichen mit der davor erklären)
Symmachus, der Bischof, hat gesagt:
Stimmt also die Gesamtheit dem Antrag zu und wird er von allen anerkannt und gebilligt?
Die gesamte Synode hat gesagt:
Sie stimmt zu, und das, dem alle zustimmen, soll geschehen.
Wenn, was nicht geschehen soll, das Hinscheiden des Papstes unvermutet eintreten wird, so dass über die Wahl seines Nachfolgers, wie oben beschlossen wurde, nicht voher entschieden werden kann, möge der gewählte Bischof geweiht werden, sofern die Wahl des ganzen kirchlichen Standes auf einen fallen wird. Wenn es allerdings, wie es zu geschehen pflegt, gegensätzliche Bestrebungen um diejenigen gibt, wegen denen ein Streit entstanden ist, soll die Stimme der meisten gewinnen, so jedoch, dass des Priesteramts verlustig geht, wer gebunden durch ein Versprechen und nicht mit rechtem Urteil über die Wahl entschieden hat.
Die Synode hat gesagt:
Sie (i.e. die Gesamtheit) stimmt zu.
10 mal gesagt.
Wegen der versteckten Betrügereien aber und den geheimen Hinterhalten der Verschwörungen, gegen die sich das Urteil dieser Sanktion richtet: wenn irgendeiner Beratungen derer zur kirchlichen Kenntnis bringt, die gegen diese Synode über das unrechtmäßige Streben nach dem Bischofsamt verhandelt haben und mit nachvollziehbarem, schlüssigem Beweis die Teilnehmer einer derartigen Tat überführt, der wird nicht nur rein von jeder Schuld sein, sondern auch unterstützt durch eine Belohnung, die sehr wertvoll sein soll.
Die gesamte Synode erhebt sich und akklamiert:
(Man?) stimmt allem zu
und fügt hinzu:
Höre Christus! Leben dem Theoderich.
30 mal gesagt.
Wir bitten, dass er so bewahrt wird.
20 mal gesagt.
Höre Christus! Leben dem Symmachus.
10 mal gesagt.
Wir bitten, dass in Bezug auf den römischen Bischof immer diese Weihe bestehen bleibt.
10 mal gesagt.
Wir bitten inständig, dass niemand anders zum römischen Bischofsamt demnächst
kommen soll.
10 mal gesagt.
Wir bitten, dass du unsere Beschlüsse stärkst.
10 mal gesagt.
Symmachus, der Bischof der katholischen Kirche der Stadt Rom, hat gesagt:
Die vorliegenden Protokolle werden eure Akklamationen und das Urteil der Synode aufnehmen. Und er fügte hinzu:
Die mit der Religion und dem Frieden im Einklang stehende Überlegung hat das beschlossen, was sich auf die Einschläferung der Irrtümer der lethargischen (bei Heumann – Seckel nachgesehen, im Kommentar auf den Ausdruck eingehen)
Anmaßung bezieht, von denen die gesamte Kirche ergriffen wurde. Es wird fortwährende Gültigkeit erlangen, damit mit Gottes Hilfe, von dem feststeht, dass er der Wächter aller guten Dinge ist, der synodale Erlass gilt und alle ohne Unterscheidung der Person bindet. Wenn irgendjemand bei irgendeiner Gelegenheit es sich anmaßen wird, dagegen vorzugehen, wird er mit der oben bestimmten Strafe bestraft werden.

  1. Ich, Caelius Symmachus, Bischof der heiligen katholischen Kirche Roms, habe
    zustimmend unterschrieben, nachdem ich die gefassten Synodalbeschlüsse geprüft
    und sie bestätigt habe es folgen die Unterschriften 70 weiterer Bischöfe, 67 Presbyter und 6 Diakonen