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title: dominum regem habere potestatem quod vellet faciendi

In diesem Satz wird weiterhin die Stellungnahme des Symmachus referiert, die er den Bischöfen auf ihre Bitte gab, zur Synode ein drittes mal zu erscheinen. Symmachus gibt damit zu verstehen, dass er die Entscheidungen des Herrschers Theoderich nicht kritisiert und dass dieser die Macht habe zu entscheiden, was er wolle. Im zweiten Teil des Satzes zeigt das se an, dass Symmachus nun von sich spricht. Ergänzt man den Satz sinngemäß, würde er lauten: Er, Symmachus, hingegen kann in dem Fall nicht der potestas des Herrschers folgen, da seine, die kanonischen Regeln, dagegen sprechen. Vgl. ähnliche Stelle: Relatio, in der die Bischöfe berichten, dass Symmachus auf ihre Bitte, ein weiteres mal zur Synode zu kommen, gesagt habe, dass er bei der ersten Sitzung gekommen sei und der Synode seine Erlaubnis zu tagen gegeben habe. Dabei habe er seine Privilegien der Autorität des Herrschers untergeordnet. Da aber seinen Forderungen, die regelgemäß gewesen seien, nicht nachgekommen worden sei, und er dazu bei seinem zweiten Versuch, sich der Synode zu stellen, schwer misshandelt worden sei, wolle er sich nun der Verhandlung nicht mehr stellen.