Symmachus, ep. 3_dt

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28. Sept. 500

Symmachus an seinen geliebten Bruder Aeonius

Die Briefe und Aufträge deiner Liebe habe ich empfangen, wobei ihn unser Sohn Crescentinus als Bote überbracht hat. Durch diese steht fest, dass ein gewisses Ringen um die Einsetzung von Bischöfen in den benachbarten Städten Arles und Vienne entstanden ist. Wobei offensichtlich jene Sache der Auslöser (für das Ringen) war, dass unser Vorgänger, seligen Andenkens, Anastasius, während er sich der Unordnung der Provinz annahm, irgendwelche Dinge gegen die alte Gepflogenheit befohlen hat zu beachten, offensichtlich die Anordnung unserer Vorgänger übertretend, (was sich nicht gehört hätte) unter keiner Notwendigkeit.

Denn während wie bei der Trinität, deren Macht eine und unteilbar ist, ein Priestertum bei unterschiedlichen Bischöfen sein soll, wie passt es dann, dass die Regeln der ersteren von den nachfolgenden verletzt werden? Hierbei kommt hinzu, dass wir glauben, dass sich das, wenn eine Meinungsverschiedenheit auftritt, auf die hochheilige Kirche selbst erstreckt. Die gesamte Macht dieser wird geschwächt, wenn nicht alles, was von den Priestern des Herrn einmal beschlossen wurde, immerwährend ist.

Was würde sonst geschehen , wenn der Nachfolger den Taten seines Vorgänger nicht Dauerhaftigkeit zuteilt, und durch Stärken dessen, was verhandelt wurde, bewirkt, dass rechtsgültig wird, was er verhandelt haben wird. Für wie groß wird die Ehrfurcht vor den Stellvertretern des seligsten Petrus beurteilt werden, wenn die Dinge, die sie in ihrem Priesteramt vorschreiben, aufgelöst werden, wenn sie sterben. Indem wir also die Anordnungen der alten Vorsteher über diesen Fall, mit denen die kirchliche Kanzlei beschwert wird, ermahnen wir deine Liebe aufs eindringlichste, dass bei der Einsetzung von Priestern in jeder einzelnen Stadt der altehrwürdige und hochehrwürdige alte Brauch bewahrt werde und eine neue Bestimmung nicht die Kraft einer alten Anordnung schwächt, weil anders die die Eintracht zwischen euch nicht bewahrt werden kann, wenn nicht neuen Begehrlichkeiten die Ehrfurcht vor dem alten Brauch als Maß für einen klügeren Entschluss angewandt wird. Der Herr möge deine Unversehrtheit bewachen, geliebtester Bruder. Gegeben an den dritten Kalenden des Oktobers, nach dem zweiten Konsulat des Paulinus Iunior, dem äußerst angegesehenen- Das Osterfest am 8. Tag vor den Kalenden des April.